Bau und Kultur: Weiterentwicklung innerstädtischer Kulturorte

Kulturorte

Dieses Thema beschäftigte uns bereites in verschiedenen Gremien: Politischer Arbeitsgremium Rahmenplan Innenstadt, Kulturausschuss und jetzt im BauausschussDie Förderung und Weiterentwicklung von innenstädtischen Kulturorten gehört zu den Maßnahmen im Handlungsfeld A „Besondere Orte in der Innenstadt“ des Rahmenplans Innenstadt. Ziel ist es, die Innenstadt nicht nur als Einkaufsstadt zu präsentieren, sondern auch mit kulturellen Angeboten Besucherinnen und Besucher in die Innenstadt zu holen.

Neue Zielgruppen erschließen

Was mich am Konzept im besonderen begeistert ist, dass es nicht um noch ein Kunstwerk oder noch eine Tafel geht. Mario Haunhost verfolgt mit seinem Konzept natürlich auch das Ziel, Kunst in die Stadt zu bringen, der aber in meinen Augen tatsächlich innovative Ansatz ist es, diese Kunst nicht statisch werden zu lassen, sondern eine interaktive „Bearbeitung“ gleich im Konzept vorzusehen. Dem Open-Source-Gedanken folgend sollen die Installationen (an der Ludgerusbrücke, auf dem Marktplatz und am Mühlentörchen) sollen von einem Wiki-artigem online-Portal begleitet werden, das ausdrücklich die Bearbeitung durch jeden vorsieht.

Was ich daran spannend finde

Geht man durch die Stadt hat man selten den Eindruck es fehle uns Tafeln, die das eine oder Andere beschreiben oder erklären. Dass jemand davor stehen bleibt passiert vielleicht, wenn’s neu ist, im laufe der Jahr sammeln diese Tafeln dann irgendwelche Sticker und werden ansonsten weitgehend ignoriert. Ein interaktiver Ansatz kann in meinen Augen zweierlei schaffen:

  • Die öffentliche Editierbarkeit der Artikel sorgt dafür, dass die Informationen nicht veralten, sondern verändert, ergänzt und diskutiert werden können. Dinge, die sich verändern werde ich regelmäßig aufs neue besuchen, um diese Veränderung mitzuverfolgen – eine Bronzetafel könnte das nie.
  • Gamification, zu deutsch etwa „Spielifizierung“ kann die Beschäftigung mit einem Ort/Thema/Installation deutlich steigern. Und genau hierzu legen wir hier einen Grundstein. Als Benutzer erwartet mich (im Idealfall) also bei jedem Besuch eine neue Geschichte – und wenn ich selbst etwas beitragen möchte kann ich das sehr unkompliziert machen. So interagiere ich mit andern und werde vom Beobachter zum Teil der Installation.

Links

Vorlage mit Projektskizze

Beitragsbild

Stadt Rheine / Atelier Mario Haunhorst

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